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Zwei Registrierungsaktionen in Brandenburg an der Havel für Fabienne aus Wollin

Die 28-jährige Fabienne aus Wollin leidet an aplastischer Anämie, einer seltenen Erkrankung, die eine Stammzelltransplantation als einzige Heilungsmöglichkeit erfordert. Um einen passenden Spender für die Studentin zu finden, werden am 2. und 4. Juli zwei Registrierungsaktionen in Brandenburg an der Havel durchgeführt.

Zwei Registrierungsaktionen in Brandenburg an der Havel für Fabienne aus Wollin

Fabienne aus Wollin hat große Pläne für ihre Zukunft: Sie studiert Agrarwissenschaften an der Uni Halle, möchte ihr Studium abschließen, mit ihrer Schwester Josi einen ökologischen Bauernhof aufbauen und mit ihrem Partner Johannes eine Familie gründen. Doch diese Träume stehen derzeit auf dem Spiel, da die 28-Jährige seit Anfang des Jahres an einer aplastischen Anämie leidet. Bei dieser seltenen Erkrankung greift das eigene Immunsystem die Stammzellen an, wodurch das Knochenmark nicht mehr in der Lage ist, ausreichend neue Blutzellen zu produzieren. Wie die DKMS erklärt, ist eine Stammzelltransplantation in solchen Fällen oft die einzige Heilungsmöglichkeit, da die körpereigene Blutbildung komplett zum Erliegen kommt.

Bereits im April fand eine erste Registrierungsaktion für Fabienne bei der Freiwilligen Feuerwehr Wenzlow statt. Jetzt folgen zwei weitere Termine in Brandenburg an der Havel, um weitere potenzielle Spender zu gewinnen. Am Donnerstag, 2. Juli, von 11 bis 13 Uhr, kann sich Interessierte vor der Mensa der Technischen Hochschule Brandenburg registrieren lassen. Am Samstag, 4. Juli, folgt von 10 bis 14 Uhr eine weitere Aktion bei der Berufsfeuerwehr Brandenburg in der Fontanestraße 1.

Ablauf und Hemmschwellen

Viele Menschen zögern bei der Registrierung, weil sie den Begriff „Stammzellspende" oft mit einer schmerzhaften Knochenmarkentnahme unter Vollnarkose verbinden. Tatsächlich erfolgt eine Spende heute jedoch in 90 Prozent der Fälle als periphere Blutstammzellspende, die ähnlich einer Plasmaspende ambulant und ohne Narkose durchgeführt wird, wie die DKMS weiter ausführt. Die Registrierung selbst ist ein einfacher Wangenabstrich, der nur wenige Minuten dauert und völlig schmerzfrei ist. Wichtig zu wissen: Wer sich bereits in der Vergangenheit bei der DKMS registriert hat, muss dies nicht erneut tun, da die Daten weltweit für Patienten verfügbar bleiben.

Die Registrierung ist kostenlos und bindet den Spender nicht sofort an eine tatsächliche Spende. Eine Prüfung der Kompatibilität erfolgt erst, wenn ein konkreter Patient wie Fabienne einen passenden Spender benötigt. Statistisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwisterteil wie die Schwester Josi als Spender infrage kommt, bei etwa 25 Prozent. Da diese Chance nicht ausreicht, ist die Suche nach einem Fremdspender aus der großen Datenbank der DKMS überlebenswichtig.

Wer kann helfen?

Registrieren kann sich grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren. Die Altersgrenze ist notwendig, da die Regenerationsfähigkeit des Körpers mit zunehmendem Alter abnimmt und das Risiko für den Spender steigen kann, wie die DKMS in ihren Kriterien erläutert. Eine Spende selbst ist vom 18. bis zum 61. Geburtstag möglich. Alle anfallenden Kosten für den Spender, einschließlich Reisekosten und Ausfallzeiten, werden von der DKMS übernommen, sodass finanzielle Hürden keine Rolle spielen.

Weitere Informationen zur Erkrankung und zur Registrierung gibt es direkt unter dkms.de/fabienne. Die Hoffnung von Fabienne und ihrer Familie ruht nun auf den vielen Menschen, die sich an den kommenden Tagen in Brandenburg an der Havel registrieren lassen, um vielleicht den lebensrettenden Treffer zu landen.