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Tierschutzverein Brandenburg warnt vor Blaualgen und zeigt Hitzestrategien für Heimtiere auf

Der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel informiert über die aktuellen Hitzestrategien im Tierheim, wo Hunde durch Bäder in der Havel und selbstgemachtes Hundeeis abkühlen, während Katzen die kühleren Tageszeiten nutzen. Der Verein warnt gleichzeitig Tierhalter eindringlich vor der Gefahr von Blaualgen in Gewässern sowie vor Verbrennungen an heißen Asphaltflächen und rät vom Verlassen von Tieren im Auto ab. Aktuell betreut die Einrichtung 15 Hunde und 41 Katzen, darunter mehrere städtische Fundtiere, deren Unterbringung der Verein teilweise aus eigenen Mitteln finanziert, um zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand zu vermeiden.

Tierschutzverein Brandenburg warnt vor Blaualgen und zeigt Hitzestrategien für Heimtiere auf

Sommerstrategien im Tierheim

Brandenburg an der Havel heißt nicht umsonst „Klein Venedig“. Während viele Menschen bei Temperaturen jenseits der 30 Grad nach Schatten und Abkühlung suchen, wissen auch unsere Tierheimtiere ganz genau, wie man einen Sommertag übersteht. Für unsere Hunde heißt es derzeit vor allem: ab ins Wasser. Ob ein Bad in der Havel oder ein Ausflug an einen hundefreundlichen See – viele unserer Vierbeiner genießen jede Gelegenheit, sich die Pfoten nass zu machen und eine kleine Schwimmrunde einzulegen. Andere bevorzugen selbstgemachtes Hundeeis, das im Tierheim derzeit Hochkonjunktur hat. Mit gut gekühltem Frischkäse, Skyr, Quark oder Joghurt, garniert mit etwas Obst, Gemüse oder den Lieblingsleckerlis, lassen sich kleine Erfrischungen zaubern, die für große Begeisterung sorgen. Wie die Verbraucherzentrale bestätigt, sind solche Leckereien eine sichere Methode, um die Hitze zu überstehen. Etwas entspannter gehen es unsere Katzen an. Im geschützten Katzenauslauf werden die kühleren Morgen- und Abendstunden für Erkundungstouren genutzt, während die Mittagszeit überwiegend verschlafen wird. Dann findet man viele unserer Samtpfoten ausgestreckt auf der Wiese, unter Sträuchern oder auf schattigen Liegeplätzen.

Warnung vor Blaualgen und heißen Böden

Bei aller Freude über die Abkühlung im Wasser möchten wir Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer auf ein wichtiges Sommerthema aufmerksam machen: Blaualgen. Diese können sich bei warmem Wetter in Seen und anderen Gewässern vermehren und stellen insbesondere für Hunde ein ernstzunehmendes Risiko dar. Bereits geringe Mengen belasteten Wassers können schwere Vergiftungserscheinungen verursachen. Hunde sollten deshalb nicht aus Gewässern mit grünlichen Schlieren, Teppichen oder auffälligen Verfärbungen trinken oder dort baden. Das Land Brandenburg hat hierzu einen Informationsflyer veröffentlicht und stellt zudem aktuelle Informationen zur Wasserqualität der Badegewässer bereit, die auch Hinweise auf Cyanobakterien enthalten. Bei hochsommerlichen Temperaturen gilt auch für Tiere: ausreichend trinken, die Mittagshitze meiden, Schattenplätze aufsuchen und die warmen Tage möglichst entspannt verbringen.

Keinesfalls sollten Tiere im Auto zurückgelassen werden – auch nicht für wenige Minuten oder bei geöffnetem Fenster. Hier besteht akute Lebensgefahr. Ebenso sollten längere Spaziergänge, sportliche Aktivitäten oder das Laufen am Fahrrad möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt oder ganz vermieden werden. Anderenfalls riskieren Tierhalterinnen und Tierhalter die Gesundheit ihrer Schützlinge durch Kreislaufzusammenbrüche und schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten durch glühend heißen Asphalt.

Aktuelle Situation im Tierheim

Während unsere Tiere die heißen Tage bestmöglich genießen, sorgen die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen täglich dafür, dass alle Schützlinge ausreichend Schatten, frisches Wasser und Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. Aktuell beherbergt das Tierheim Brandenburg 15 Hunde und 41 Katzen, wobei fünf Hunde und 14 Katzen als städtische Fundtiere geführt werden. Von den Hunden fallen derzeit fünf Tiere in die Zuständigkeit der Stadt Brandenburg an der Havel. Weitere fünf Hunde hatten ursprünglich ebenfalls den Status von Fund- bzw. Verwahrtieren. Um zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand zu vermeiden und den Tieren die von der Stadt angekündigte Verlegung in andere Einrichtungen zu ersparen, hat der Tierschutzverein diese Hunde zum 1. Mai 2025 übernommen und trägt die Unterbringungskosten seitdem aus eigenen Mitteln. Entsprechend freuen wir uns über Patinnen und Paten sowie Spenderinnen und Spender, die die Versorgung unserer Schützlinge unterstützen möchten.

Bei den Katzen befinden sich derzeit lediglich 14 Fund- bzw. Verwahrtiere in städtischer Zuständigkeit. Kleintiere beherbergt das Tierheim dank erfreulicher Vermittlungserfolge aktuell nicht. Im Namen des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel und des Tierheimteams: Kommt gut durch den Sommer und passt auf euch auf.

Hinweis: Meldungen in der Rubrik „Leserbriefe" geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sie sind ein persönlicher Text des jeweiligen Verfassers.